Psychische Erkrankungen haben durch die Corona Pandemie deutlich zugenommen

26. Oktober 2020

Nach einer Vorauswertung der Nako-Gesundheitsstudie, in der 113.000 Deutsche befragt wurden, haben Angst, Stress und Symptome von Depressionen in der ersten Phase des Corona-Lockdowns im Frühjahr deutlich zugenommen. Besonders groß waren die psychischen Belastungen bei den 20 bis 40. Jährigen.

 

„Die psychische Belastung bei jungen bis mittelalten Menschen, zwischen 20 und Ende 40, war besonders groß“, sagt der Studienleiter für neurologisch-psychiatrische Erkrankungen, Klaus Berger der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Während demnach Frauen Ende 30 besonders betroffen waren, zeigten sich bei älteren Studienteilnehmern über 60 Jahre keine Zunahme von psychischen Erkrankungen.

 

Stress und Angst zeigte sich laut Berger besonders bei den Befragten, die in einer von Covid-19 besonders hart betroffenen Region lebten. Geringere Stressanzeichen gab es zum Beispiel im Norden und Nordosten. Gebiete, in denen die Fallzahlen deutlich geringer ausfielen.

 

Gleichzeitig seien die Stresssymptome aber auch davon abhängig, ob jemand getestet wurde, oder nicht. Eine höhere psychische Belastung lag bei denjenigen vor, die getestet wurden. Das letztendliche Ergebnis sei dabei unerheblich gewesen.

 

Weitere grundsätzliche Informationen zur Nako Gesundheitsstudie: Corona und die NAKO Gesundheitsstudie